Für die private Altersvorsorge gibt es verschiedene Möglichkeiten, neben den klassischen privaten Lebens- und Rentenversicherungen oder der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) auch die [Riester-Rente] für gesetzlich Rentenversicherte und die Rürup-Rente für alle Einkommenssteuerpflichtigen, die Selbständigen ganz besonders zugutekommt.

Nach der ersten Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre fassten viele Berufstätige die [private Altersvorsorge] verstärkt ins Auge, die weiter sinkenden Rentenzahlungen verstärken diesen Trend.

Konzepte für die private Altersvorsorge Ein sorgenfreier Ruhestand ist immer noch möglich, wenn die verschiedenen Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge mit Augenmaß eingesetzt werden. Der Blickwinkel richtet sich dabei auf die passende Anlagestrategie entsprechend des eigenen Alters, des Berufsstandes inklusive Status in der gesetzlichen Rentenversicherung und natürlich auch des eigenen Risikoprofils.

Eine private Altersvorsorge fällt so individuell wie der Mensch aus, der sie abschließt. Dieser bezieht in die Möglichkeiten seine Lebensplanung und die aktuellen Lebensumstände mit ein. Für die gesetzlich Versicherten bildet die gesetzliche Rentenversicherung immer noch die Basis ihrer Altersvorsorge, der aktuelle Lebensstandard kann damit jedoch längst nicht mehr gehalten werden.

Die betriebliche Altersvorsorge erlebt in jüngster Zeit einen neuen Aufschwung und wird stark propagiert (unter anderem von SPD-Chef Sigmar Gabriel). Die Riester-Rente hat sich inklusive Wohn-Riester in den letzten Jahren als das Erfolgsmodell schlechthin bewiesen. Die Rürup-Rente schließt langsam, aber sicher auf – für Selbständige gibt es schlicht kein besseres Modell für die private Altersvorsorge.

Welche private Altersvorsorge ist für mich geeignet? Diese spannende Frage lässt sich pauschal nur schlecht beantworten, im Einzelfall wird eine persönliche Beratung zu sämtlichen Möglichkeiten sehr nützlich sein. Experten empfehlen immer noch aus Renditegründen, die klassischen privaten Renten- und Lebensversicherungen wenigstens als Zusatzbaustein zu nutzen.

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) muss von Arbeitgebern angeboten werden, diese müssen sich allerdings an den Einzahlungen nicht unbedingt beteiligen. Der Vorteil besteht dennoch in der deutlichen Minderung der Steuer- und Sozialabgabenlast, denn eine betriebliche Altersvorsorge wird vom absoluten Bruttogehalt abgezogen, erst auf das dann verbleibende Einkommen werden Lohnsteuern und Sozialversicherungsbeiträge gezahlt – ein Vorteil für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber. Beschäftigte mit solidem Einkommen sollten diese Möglichkeit keinesfalls vernachlässigen, auch die Frage der Portabilität (Übertragbarkeit) der bAV ist längst positiv entschieden. Eine sogenannte Clearingstelle unterstützt Unternehmen und ihre Beschäftigten entsprechend.

Die Riester-Rente wird sehr stark von Beziehern unterer und mittlerer Einkommen genutzt, welche die jährliche Förderung von 154,- € für Erwachsene und 300,- €/185,- € (je nach Geburtsdatum) für die Kinder als höchst transparent und attraktiv empfinden. Zwar gab es in jüngster Zeit Kritik an der Riester-Rente – in der zuletzt beschlossenen Rentenreform durch das Arbeitsministerium werden aber entscheidende Schwächen wie Intransparenz und zu hohe Kosten ausgemerzt. Eine Riester-Rente lohnt sich für Arbeitnehmer mit Familien ganz besonders.

Die Rürup-Rente basiert auf der sehr großzügigen steuerlichen Absetzbarkeit der Beiträge: Gegenwärtig sind es 80 % von 22.172,- € jährlich, ab 2020 werden es bereits 90 % sein. Auch ihre hohe Flexibilität spricht für die Rürup-Rente, für Selbständige mit ihren schwankenden Einkünften stellt sie das Steueroptimierungsmodell per se dar. Gut verdienende Angestellte können zusätzlich über eine Rürup-Rente nachdenken.

← Previous post