Steuerersparnis durch die Rürup-Rente berechnen

Geprüft von: Erkan Boga, Gründer & Geschäftsführer, Herausgeber von rueruprente24.de

Beiträge zur Rürup-Rente (Basisrente) sind 2026 zusammen mit allen anderen Altersvorsorgeaufwendungen bis 30.826 Euro als Sonderausgaben abziehbar, bei zusammenveranlagten Ehegatten bis 61.652 Euro. Sie mindern damit Ihr Einkommen. Wie viel Einkommensteuer dadurch wegfällt, hängt von Ihrem gesamten zu versteuernden Einkommen ab.

Berufsgruppe
Veranlagung
€
€

vor Abzug des Beitrags

Jahre
Jahren
Annahmen für die Rente 3,0 % Rendite nach Kosten, Rentenfaktor 28 €, 20 % Steuersatz im Ruhestand
% im Jahr
€ je 10.000 €

steht in jedem Angebot

%

Annahme, für „Beiträge zurück mit“

Genauer rechnen mit Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer

Solange dieser Bereich geöffnet ist, rechnet der Rechner mit Solidaritätszuschlag und der gewählten Kirchensteuer.

Einkommensteuer nach Tarif 2026, ohne Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Kapital und Rente sind Modellrechnungen mit Ihren Annahmen, keine Zusage.

Steuerersparnis 2026

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Rechenweg


    

Ihre Rürup-Rente, Modellrechnung

Abziehbar 2026
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Kapital mit 67
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Rente im Monat
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Steuerpflichtig
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Was Sie eingeben und was das Ergebnis bedeutet

Grundlage der Schätzung sind die Angaben, von denen Ihre Einkommensteuer abhängt. Dazu gehören Ihr Einkommen und die Frage, ob Sie allein oder mit Ihrem Ehegatten zusammen veranlagt werden. Hinzu kommt der Betrag, den Sie im Jahr in die Rürup-Rente zahlen wollen.

Steuerlich ist die Ersparnis der Unterschied zwischen zwei Beträgen: der Einkommensteuer auf Ihr Einkommen ohne den Rürup-Beitrag und der Einkommensteuer mit dem Beitrag. Das Ergebnis gilt nur für den Teil Ihres Beitrags, der noch in den Höchstbetrag passt. Es setzt außerdem einen Vertrag voraus, der die gesetzlichen Bedingungen erfüllt. Welche Bedingungen das sind, steht auf der Seite zu den geförderten Vertragsformen.

Höchstbetrag 2026: 30.826 Euro für alle Altersvorsorgeaufwendungen

Altersvorsorgeaufwendungen sind nach § 10 EStG bis zu einem jährlichen Höchstbetrag abziehbar. Dieser Höchstbetrag entspricht dem Höchstbeitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung, aufgerundet auf volle Euro. Der Höchstbeitrag ergibt sich aus dem Beitragssatz mal der Beitragsbemessungsgrenze. Für 2026 heißt das:

  • Beitragsbemessungsgrenze der knappschaftlichen Rentenversicherung: 124.800 Euro im Jahr
  • Beitragssatz der knappschaftlichen Rentenversicherung: 24,7 Prozent
  • 124.800 Euro × 24,7 Prozent = 30.825,60 Euro, aufgerundet 30.826 Euro

Bei zusammenveranlagten Ehegatten verdoppelt sich der Höchstbetrag. Was für Ehegatten gilt, gilt ebenso für Lebenspartner. Für 2026 gelten damit folgende Werte:

Veranlagung 2026Höchstbetrag
Ledige und alle, die nicht zusammen veranlagt werden30.826 €
Zusammenveranlagte Ehegatten61.652 €

Der Höchstbetrag wird jedes Jahr angepasst. Die Werte gelten nur für 2026.

Was vom Höchstbetrag für die Rürup-Rente bleibt

Der Höchstbetrag gilt für alle Altersvorsorgeaufwendungen zusammen. Dazu zählen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, zur landwirtschaftlichen Alterskasse und zu einem berufsständischen Versorgungswerk sowie Beiträge zur Rürup-Rente. Wie viel Raum für einen Rürup-Vertrag bleibt, hängt deshalb davon ab, was Sie schon einzahlen.

  • Arbeitnehmer: Ihr eigener Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung und der steuerfreie Arbeitgeberanteil belegen zusammen einen Teil des Höchstbetrags. Der steuerfreie Arbeitgeberanteil wird davon wieder abgezogen; was dann bleibt, ist als Sonderausgabe abziehbar. Mehr dazu steht auf der Seite für Angestellte.
  • Beamte und andere rentenversicherungsfreie Arbeitnehmer mit Versorgungsanspruch: Der Höchstbetrag wird um einen fiktiven Gesamtbeitrag zur allgemeinen Rentenversicherung gekürzt. Fiktiv heißt: Gemeint ist der Gesamtbeitrag (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) zur allgemeinen Rentenversicherung, der diesen Einnahmen aus dem Dienstverhältnis entspricht. Dieselbe Kürzung gilt für Arbeitnehmer, die nicht rentenversicherungspflichtig sind und aus ihrer Tätigkeit vertragliche Anwartschaften auf eine Altersversorgung erworben haben. Mehr dazu steht auf der Seite für Beamte.
  • Selbständige: Beiträge zu einem Versorgungswerk oder zur gesetzlichen Rentenversicherung zählen ebenfalls in den Höchstbetrag. Wer weder Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung noch zur landwirtschaftlichen Alterskasse noch zu einem berufsständischen Versorgungswerk zahlt, kann den Höchstbetrag ganz mit Rürup-Beiträgen nutzen. Mehr dazu steht auf der Seite für Selbstständige.

Beispiel: lediger Arbeitnehmer mit Gehalt ab der Beitragsbemessungsgrenze 2026

In der allgemeinen Rentenversicherung liegt die Beitragsbemessungsgrenze 2026 bei 101.400 Euro im Jahr, der Beitragssatz bei 18,6 Prozent. Für ein Gehalt von mindestens 101.400 Euro gilt:

  • 101.400 Euro × 18,6 Prozent = 18.860,40 Euro Gesamtbeitrag zur Rentenversicherung (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil)
  • 30.826 Euro Höchstbetrag – 18.860,40 Euro = 11.965,60 Euro

Für Rürup-Beiträge bleiben 2026 also höchstens 11.965,60 Euro. Zahlen Sie diesen Betrag ein und liegt Ihr zu versteuerndes Einkommen auch nach dem Abzug in der 42-Prozent-Zone (69.879 € bis 277.825 €), sparen Sie 11.965,60 Euro × 0,42 = 5.025,55 Euro Einkommensteuer. Bei einem geringeren Gehalt beträgt der Gesamtbeitrag Gehalt mal 18,6 Prozent, und für die Rürup-Rente bleibt entsprechend mehr. Bei einem Beamten mit einer Besoldung ab 101.400 Euro ergibt die fiktive Kürzung denselben Wert. Was für Ihre Berufsgruppe gilt, steht im Bereich Förderberechtigte.

Grundfreibetrag und Tarif 2026: warum das Ergebnis eine Schätzung ist

Sonderausgaben mindern das Einkommen. Nach weiteren Abzügen ergibt sich daraus das zu versteuernde Einkommen. Auf diesen Betrag wird die Einkommensteuer berechnet. Der Tarif ist gestaffelt. Wie viel Steuer ein abziehbarer Euro spart, hängt davon ab, in welcher Zone Ihr zu versteuerndes Einkommen liegt. Für 2026 gelten diese Zonen:

Zu versteuerndes Einkommen 2026Einkommensteuer
bis 12.348 €keine (Grundfreibetrag)
12.349 € bis 69.878 €steigt progressiv
69.879 € bis 277.825 €jeder weitere Euro mit 42 %
ab 277.826 €jeder weitere Euro mit 45 %

Bleibt Ihr zu versteuerndes Einkommen auch nach dem Abzug des Beitrags in der 42-Prozent-Zone, spart jeder abziehbare Euro 42 Cent Einkommensteuer. Ab 277.826 Euro sind es 45 Cent. Die 42 und 45 Cent beziehen sich allein auf die tarifliche Einkommensteuer. Rutscht das Einkommen durch den Abzug in eine niedrigere Zone, spart der Teil darunter weniger. Unterhalb des Grundfreibetrags von 12.348 Euro spart ein Abzug nichts mehr.

Für zusammenveranlagte Ehegatten gilt das Splitting-Verfahren. Die Steuer wird für die Hälfte des gemeinsamen zu versteuernden Einkommens berechnet und dann verdoppelt. Steuerfrei bleiben so rechnerisch bis zu 24.696 Euro gemeinsames zu versteuerndes Einkommen. Weitere Einkünfte, Sonderausgaben und Freibeträge bestimmen das zu versteuernde Einkommen mit. Deshalb ist jedes Ergebnis des Rechners eine Schätzung. Wie der Abzug in der Steuererklärung wirkt und wie die Rente später besteuert wird, steht auf der Seite zu den Steuervorteilen.

Was für 2027 geplant ist

Die Bundesregierung hat den Entwurf eines Einkommensteuerreformgesetzes 2027 eingebracht (Bundesrat-Drucksache 507/26 vom 4. September 2026). Danach soll der Grundfreibetrag zum 1. Januar 2027 um 216 Euro auf 12.564 Euro steigen. Der Entwurf sieht außerdem neue Tarifgrenzen vor: 42 Prozent von 70.601 bis 249.999 Euro, 45 Prozent von 250.000 bis 279.999 Euro und eine weitere Zone ab 280.000 Euro. Für die Beitragsbemessungsgrenze der knappschaftlichen Rentenversicherung nennt ein Referentenentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, also ein Entwurf aus dem Ministerium vor dem Regierungsbeschluss, 130.800 Euro im Jahr 2027. Die Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2027 muss noch von der Bundesregierung beschlossen werden und braucht die Zustimmung des Bundesrats. Beides ist noch nicht beschlossen, ein Höchstbetrag für 2027 steht daher noch nicht fest.

Stand: 2. Oktober 2026. Diese Seite erklärt die Rechtslage und ersetzt keine Steuerberatung im Einzelfall.

Häufige Fragen

Zählt eine Einzahlung im Dezember noch für 2026?

In der Regel ja. Beiträge zählen für das Kalenderjahr, in dem sie gezahlt werden. Regelmäßig wiederkehrende Beiträge, die kurze Zeit vor Beginn oder nach Ende des Kalenderjahres gezahlt werden, zu dem sie wirtschaftlich gehören, zählen für dieses Jahr (§ 11 EStG). Eine Einmalzahlung, die bis Ende 2026 geleistet ist, geht in die Steuererklärung 2026 ein und wird dort am Höchstbetrag 2026 gemessen. Wie zusätzliche Zahlungen in den Vertrag funktionieren, steht auf der Seite zur Einmalzahlung.

Ist der Beitrag voll abziehbar, und was gilt über dem Höchstbetrag?

Seit 2023 sind Altersvorsorgeaufwendungen bis zum Höchstbetrag zu 100 Prozent abziehbar. Die Grenze bildet der Höchstbetrag. Was Sie darüber hinaus einzahlen, mindert Ihr Einkommen nicht.

Welche Verträge werden steuerlich berücksichtigt?

Der Vertrag muss nach § 5a des Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetzes zertifiziert sein. Er darf nur eine monatliche, lebenslange Leibrente vorsehen, die nicht vor Vollendung des 62. Lebensjahres beginnt – bei Vertragsabschlüssen vor dem 1. Januar 2012 nicht vor Vollendung des 60. Lebensjahres. Ergänzend kann er eine Berufsunfähigkeits-, Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenrente absichern. Die Ansprüche aus dem Vertrag dürfen nicht vererblich, nicht übertragbar, nicht beleihbar, nicht veräußerbar und nicht kapitalisierbar sein.

Spart der Abzug auch bei geringem Einkommen Steuern?

Bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 12.348 Euro fällt 2026 keine Einkommensteuer an. Liegt Ihr Einkommen in diesem Bereich, spart ein zusätzlicher Abzug nichts. Bei zusammenveranlagten Ehegatten gilt das rechnerisch bis 24.696 Euro gemeinsames zu versteuerndes Einkommen. Knapp darüber ist die Ersparnis je Euro geringer als in den oberen Tarifzonen.

Gilt der doppelte Höchstbetrag für jedes Ehepaar?

Nein. Der Höchstbetrag verdoppelt sich nur bei zusammenveranlagten Ehegatten, 2026 auf 61.652 Euro. Was für Ehegatten gilt, gilt ebenso für Lebenspartner. Wer nicht zusammen veranlagt wird, rechnet mit dem einfachen Höchstbetrag von 30.826 Euro.

Geprüft von

Erkan Boga

Gründer & Geschäftsführer, Herausgeber von rueruprente24.de

Erkan Boga hat rueruprente24.de 2009 gegründet und prüft heute jede Seite der Website, bevor sie erscheint.

Quellen