- Wie sich der Höchstbetrag 2026 berechnet
- Was den Rahmen für die Rürup-Rente verkleinert
- Wovon die Steuerersparnis abhängt
- Welcher Vertrag für den Abzug nötig ist
- Was der Vertrag nicht erlaubt
- Wie die Rente später besteuert wird
- Günstigerprüfung: bis 2019
- Riester-Förderung: was sich 2027 für Selbständige ändert
- Häufige Fragen
- Quellen
So viel Rürup-Rente können Sie 2026 absetzen
Beiträge zur Rürup-Rente (Basisrente) sind 2026 bis 30.826 Euro abziehbar, bei Zusammenveranlagung bis 61.652 Euro – zusammen mit allen anderen Altersvorsorgeaufwendungen. Wie viel davon für die Rürup-Rente bleibt, hängt davon ab, was Sie 2026 schon an anderer Stelle für das Alter einzahlen. Selbständige, die weder in die gesetzliche Rentenversicherung noch in die landwirtschaftliche Alterskasse noch in ein Versorgungswerk einzahlen, können den ganzen Höchstbetrag mit Rürup-Beiträgen füllen. Bei Angestellten zählen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung mit, bei Beamten ein gedachter Beitrag – einem Ledigen mit einem Gehalt ab 101.400 Euro bleiben 2026 noch 11.965,60 Euro für die Rürup-Rente.
In Kürze
- Höchstbetrag 2026: 30.826 Euro, für zusammenveranlagte Ehegatten 61.652 Euro – für alle Altersvorsorgeaufwendungen zusammen.
- Bis zu dieser Grenze sind die Beiträge seit 2023 zu 100 Prozent abziehbar.
- Arbeitnehmer: Der Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung verbraucht Platz im Höchstbetrag. Beamte: Der Höchstbetrag wird um einen gedachten Rentenbeitrag gekürzt.
- Abziehbar sind nur Beiträge zu einem zertifizierten Vertrag.
- Die Rente ist später anteilig steuerpflichtig, bei Rentenbeginn 2026 zu 84 Prozent.
Wie sich der Höchstbetrag 2026 berechnet
Altersvorsorgeaufwendungen sind die Beiträge fürs Alter, die das Gesetz als Sonderausgaben zulässt. Die Obergrenze ist der Höchstbeitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung, aufgerundet auf volle Euro (§ 10 EStG). Dieser Höchstbeitrag ist der Beitragssatz mal der Beitragsbemessungsgrenze (§ 157 SGB VI). Für 2026 ergibt sich:
| Größe (2026) | Wert |
|---|---|
| Beitragsbemessungsgrenze knappschaftliche Rentenversicherung | 124.800 € im Jahr |
| Beitragssatz knappschaftliche Rentenversicherung | 24,7 % |
| Höchstbeitrag (124.800 € × 24,7 %) | 30.825,60 € |
| Höchstbetrag Ledige (aufgerundet) | 30.826 € |
| Höchstbetrag zusammenveranlagte Ehegatten | 61.652 € |
Die Deutsche Rentenversicherung nennt für 2026 dieselben Beträge. Weil Beitragsbemessungsgrenze und Beitragssatz Werte eines Jahres sind, gilt der Höchstbetrag von 30.826 Euro nur für 2026. Bis zu dieser Grenze sind die Beiträge seit 2023 zu 100 Prozent abziehbar.
Was den Rahmen für die Rürup-Rente verkleinert
In den Höchstbetrag fallen alle Altersvorsorgeaufwendungen zusammen: Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, zur landwirtschaftlichen Alterskasse, zu berufsständischen Versorgungswerken und zur Rürup-Rente. Der Platz für die Rürup-Rente ist deshalb der Höchstbetrag abzüglich dessen, was Sie schon an anderer Stelle einzahlen. Welche Gruppen die Rürup-Rente nutzen können, steht auf der Seite Wer die Rürup-Rente nutzen kann.
Selbständige ohne Rentenversicherungspflicht
Zahlen Sie weder in die gesetzliche Rentenversicherung noch in die landwirtschaftliche Alterskasse noch in ein Versorgungswerk ein, steht Ihnen der volle Höchstbetrag für die Rürup-Rente offen: 2026 also 30.826 Euro, bei Zusammenveranlagung 61.652 Euro, soweit auch der Ehegatte keine anderen Altersvorsorgeaufwendungen hat und sein Höchstbetrag nicht wie bei Beamten gekürzt wird. Beiträge an ein Versorgungswerk verringern den Rahmen um ihren Betrag.
Arbeitnehmer
Bei Arbeitnehmern verbraucht der Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung Platz im Höchstbetrag, ohne selbst abziehbar zu sein. Das Gesetz rechnet den steuerfreien Arbeitgeberanteil den eigenen Beiträgen hinzu und zieht ihn vom Ergebnis, höchstens dem Höchstbetrag, wieder ab; nur der Rest ist als Sonderausgabe abziehbar. Was für Angestellte sonst gilt, steht auf der Seite Rürup-Rente für Angestellte.
Beamte
Beamte zahlen keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung. Das Gleiche gilt für andere Arbeitnehmer, die in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungsfrei oder befreit sind und eine lebenslange Versorgung zugesagt bekommen haben. Ihr Höchstbetrag wird stattdessen um einen gedachten Gesamtbeitrag gekürzt: um den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil, der auf ihre Besoldung an die allgemeine Rentenversicherung fällig wäre. 2026 sind das 18,6 Prozent der Besoldung bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 101.400 Euro.
Gekürzt wird der Höchstbetrag auch bei Arbeitnehmern, die nicht der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht unterliegen und im Zusammenhang mit ihrer Berufstätigkeit aufgrund vertraglicher Vereinbarungen Anwartschaftsrechte auf eine Altersversorgung erworben haben, sowie bei Steuerpflichtigen mit Einkünften nach § 22 Nr. 4 EStG, die ganz oder teilweise ohne eigene Beitragsleistung einen Anspruch auf Altersversorgung erwerben.
Beispiel: ledige Angestellte mit Gehalt ab 101.400 Euro (2026)
Ein lediger Angestellter verdient 2026 mindestens 101.400 Euro, also mindestens die Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung.
- Gesamtbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil): 101.400 Euro × 18,6 Prozent = 18.860,40 Euro.
- Platz für die Rürup-Rente: 30.826 Euro − 18.860,40 Euro = 11.965,60 Euro.
Rürup-Beiträge über 11.965,60 Euro wirken bei ihm 2026 steuerlich nicht.
Für einen ledigen Beamten mit einer Besoldung ab 101.400 Euro ergibt die Kürzung denselben Betrag: Auch ihm bleiben 2026 11.965,60 Euro für die Rürup-Rente. Was für Beamte sonst gilt, steht auf der Seite Rürup-Rente für Beamte.
Wovon die Steuerersparnis abhängt
Abziehbare Beiträge mindern das zu versteuernde Einkommen. Wie viel Steuer das spart, ergibt sich aus dem Einkommensteuertarif (§ 32a EStG) und hängt vom gesamten Einkommen des Jahres ab; einen festen Eurobetrag gibt es deshalb nicht. Bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 12.348 Euro (Grundfreibetrag 2026) fällt keine Einkommensteuer an – soweit Ihr Einkommen darunter liegt, spart ein Abzug nichts. Mit Ihren eigenen Zahlen rechnet der Rürup-Steuerrechner.
Welcher Vertrag für den Abzug nötig ist
Abziehbar sind nur Beiträge zu einem Vertrag, der nach § 5a des Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetzes zertifiziert ist. Der Vertrag darf nur eine monatliche, lebenslange Rente vorsehen, die nicht vor Vollendung des 62. Lebensjahres beginnt (bei Verträgen, die vor dem 1. Januar 2012 abgeschlossen wurden, des 60. Lebensjahres). Ergänzend kann er eine Berufsunfähigkeits-, Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenrente absichern. Welche Vertragsformen es gibt, steht auf der Seite Geförderte Produkte. Maßgeblich für den Abzug ist, dass der Vertrag zertifiziert ist; welcher Anbieter und welcher Vertrag zu Ihrer Lage passt, klären Sie mit einem Versicherungsmakler.
Was der Vertrag nicht erlaubt
Ansprüche aus der Rürup-Rente sind nicht vererblich, nicht übertragbar, nicht beleihbar, nicht veräußerbar und nicht kapitalisierbar. Eine Kapitalauszahlung gibt es nicht. Zwei Ausnahmen lässt das Gesetz zu: Bis zu zwölf Monatsrenten dürfen in einer Zahlung zusammengefasst werden, und eine Kleinbetragsrente darf abgefunden werden.
Hinterbliebene kann der Vertrag nur in einem engen Kreis absichern: den Ehegatten und die Kinder, für die Anspruch auf Kindergeld oder einen Kinderfreibetrag besteht. Für andere Personen sieht das Gesetz keine Leistung aus dem Vertrag vor. Was das für die Absicherung der Familie bedeutet, steht auf der Seite Hinterbliebenenschutz.
Die Vor- und Nachteile im Überblick stehen auf der Seite Vorteile und Nachteile; zusätzliche Beiträge in den Vertrag behandelt die Seite Einmalzahlung.
Wie die Rente später besteuert wird
Renten aus einer Rürup-Rente werden wie Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung besteuert (§ 22 EStG). Steuerpflichtig ist ein Anteil des Jahresbetrags der Rente, der Besteuerungsanteil. Er richtet sich nach dem Jahr, in dem die Rente beginnt. Ausgewählte Jahrgänge aus der Tabelle in § 22 EStG (Stand: 02.10.2026):
| Rentenbeginn | Besteuerungsanteil |
|---|---|
| bis 2005 | 50 % |
| 2016 | 72 % |
| 2021 | 81 % |
| 2022 | 82 % |
| 2023 | 82,5 % |
| 2026 | 84 % |
| 2027 | 84,5 % |
| 2040 | 91 % |
| 2058 | 100 % |
Seit Rentenbeginn 2023 steigt der Anteil je Jahrgang um 0,5 Prozentpunkte; voll besteuert werden erst Renten, die 2058 beginnen. Bei Rentenbeginn 2026 sind 84 Prozent des Jahresbetrags steuerpflichtig, 16 Prozent bleiben steuerfrei.
Dieser steuerfreie Teil wird im Jahr nach dem Rentenbeginn als Eurobetrag festgeschrieben und gilt für die ganze Laufzeit. Regelmäßige Rentenanpassungen ändern ihn nicht; steigt die Rente dadurch, wächst nur der steuerpflichtige Teil. Ändert sich der Jahresbetrag der Rente aus einem anderen Grund, wird der steuerfreie Teil im selben Verhältnis angepasst.
Der Besteuerungsanteil ist kein Steuersatz. Ob auf den steuerpflichtigen Teil tatsächlich Einkommensteuer anfällt, hängt vom gesamten zu versteuernden Einkommen ab: Liegt es unter dem Grundfreibetrag, fällt keine an. Beiträge zur Basis-Krankenversicherung und zur gesetzlichen Pflegeversicherung sind Sonderausgaben und mindern das zu versteuernde Einkommen. Ob eine Steuererklärung nötig ist, klärt das Finanzamt oder ein Steuerberater, sobald der Besteuerungsanteil und das übrige Einkommen feststehen.
Günstigerprüfung: bis 2019
Die Günstigerprüfung nach § 10 Abs. 4a EStG verglich den Abzug nach dem seit 2005 geltenden Recht mit dem Abzug nach § 10 Abs. 3 EStG in der für 2004 geltenden Fassung, der einen Vorwegabzug enthielt. War die Rechnung nach dem alten Recht günstiger, setzte das Finanzamt diesen Betrag an. Nach dem heutigen Gesetzestext gilt die Günstigerprüfung für die Kalenderjahre 2013 bis 2019; 2019 war das letzte Jahr. Für 2026 gilt allein der Abzug bis zum Höchstbetrag.
Riester-Förderung: was sich 2027 für Selbständige ändert
Zur Riester-Förderung (§ 10a EStG) kommen am 1. Januar 2027 Selbständige und Freiberufler unter 67 Jahren mit Einkünften nach § 15 oder § 18 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 EStG hinzu, wenn sie für das Beitragsjahr eine Steuererklärung abgeben (Altersvorsorgereformgesetz vom 26. Mai 2026). Für Selbständige ohne Rentenversicherungspflicht kommt damit ab 2027 neben der Rürup-Rente auch die Riester-Förderung in Frage. Was für Selbständige sonst gilt, steht auf der Seite Rürup-Rente für Selbständige.
Die Angaben erklären die Rechtslage für das Steuerjahr 2026 (Stand: 02.10.2026) und ersetzen keine Steuerberatung im Einzelfall. Wie viel Rürup-Beitrag in Ihrem Fall steuerlich wirkt, klären Sie mit einem Steuerberater.
Häufige Fragen
Wie erfährt das Finanzamt von meinen Rürup-Beiträgen?
Der Anbieter übermittelt die im Beitragsjahr geleisteten Beiträge zusammen mit der Zertifizierungsnummer des Vertrags an die zentrale Stelle (§ 81 EStG). Berücksichtigt werden nur Beiträge zu einem zertifizierten Vertrag.
Was prüft die Zertifizierung eines Rürup-Vertrags?
Zertifizierungsstelle ist das Bundeszentralamt für Steuern. Die Zertifizierung stellt ausschließlich fest, dass der Vertrag die gesetzlichen Anforderungen an einen Basisrentenvertrag erfüllt. Ob er wirtschaftlich tragfähig ist, ob der Anbieter seine Zusage erfüllen kann und ob die Vertragsbedingungen zivilrechtlich wirksam sind, prüft sie nicht.
Was gilt für Verträge, die vor 2012 abgeschlossen wurden?
Für Verträge, die vor dem 1. Januar 2012 abgeschlossen wurden, darf die Rente schon ab Vollendung des 60. Lebensjahres beginnen. Für neuere Verträge gilt das 62. Lebensjahr.
Wirkt der Abzug auch, wenn ich wenig verdiene?
Bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 12.348 Euro (Grundfreibetrag 2026) fällt keine Einkommensteuer an. Soweit Ihr Einkommen darunter liegt, spart ein Abzug nichts. Darüber hängt die Ersparnis vom Einkommensteuertarif und von Ihrem gesamten Einkommen des Jahres ab.
Wie wirken Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung auf den Rürup-Höchstbetrag?
Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zählen zu den Altersvorsorgeaufwendungen und damit in den Höchstbetrag. Der Platz für die Rürup-Rente ist der Höchstbetrag abzüglich dessen, was Sie schon in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen – das gilt auch für pflichtversicherte Selbständige.
Geprüft von
Gründer & Geschäftsführer, Herausgeber von rueruprente24.de
Erkan Boga hat rueruprente24.de 2009 gegründet und prüft heute jede Seite der Website, bevor sie erscheint.
Quellen
- Einkommensteuergesetz § 10 (Sonderausgaben), abgerufen am 02.10.2026
- Einkommensteuergesetz § 22 (Arten der sonstigen Einkünfte), abgerufen am 02.10.2026
- Einkommensteuergesetz § 32a (Einkommensteuertarif), abgerufen am 02.10.2026
- Einkommensteuergesetz § 10a (Zusätzliche Altersvorsorge), abgerufen am 02.10.2026
- Einkommensteuergesetz § 79 (Zulageberechtigte), abgerufen am 02.10.2026
- Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz (AltZertG), abgerufen am 02.10.2026
- Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2026, § 4 Beitragsbemessungsgrenzen in der Rentenversicherung, abgerufen am 02.10.2026
- Bekanntmachung der Beitragssätze in der allgemeinen und der knappschaftlichen Rentenversicherung für das Jahr 2026, abgerufen am 02.10.2026
- Sechstes Buch Sozialgesetzbuch § 157 (Grundsatz der Beitragsberechnung), abgerufen am 02.10.2026
- Deutsche Rentenversicherung: Vorsorgen und Steuern sparen (Meldung vom 20.04.2026), abgerufen am 02.10.2026
- Altersvorsorgereformgesetz vom 26. Mai 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 156), abgerufen am 02.10.2026